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SCD Erfolge: Conny

Erfolg Conny

Conny startete mit der SCD einen knappen Monat nachdem ich Crohn Revolution ins Leben rief. Ich bin immer wieder begeistert, was sie für einen Erfolg auf der SCD hat – bei ihr geht es noch deutlich schneller voran, als bei mir damals. Was man an ihrer Geschichte aber auch sieht ist, wie wichtig nicht nur die Ernährung, sondern auch das richtige Mindset, Durchhaltevermögen trotz Rückschlägen und Entspannungstechniken sind, wenn es dem Crohn an den Kragen gehen soll.


Ich heiße Conny, bin 42 Jahre alt und leide seit 16 Jahren an Morbus Crohn. Meine Leidensgeschichte ähnelt wahrscheinlich mehr oder weniger der vieler Morbus Crohn Kranker:
Bauchschmerzen, Gelenkschmerzen, Hautprobleme, Rückenschmerzen, Medikamente, Not-OP usw. – das volle Programm eben.

Ich habe viel ausprobiert, auch alternative Heilmethoden, doch wirklich besser geht es mir erst seit ich vor gefühlt vielen Wochen durch Zufall auf Crohn Revolution stieß und mich direkt für den E-Mail-Kurs angemeldet habe.

Was hatte ich zu verlieren? Nichts!

Die 3 Tage Intro-Diät würden mir schon nicht schaden. Wie gesagt, ich hatte so viel probiert und experimentiert, dass dies mein letzter Versuch sein sollte meinen Crohn in den Griff zu bekommen. Ich war und bin nach wie vor behandlungsmüde.

Also, am 27.06. ging es dann endlich los. Erstaunlicherweise ging es meinen Bauch schon am zweiten Tag besser. Meine Stimmung war allerdings im Keller, ich war auf absolutem Kohlenhydrat-Entzug. Ich habe mich seit 2014, bis zum Beginn der Intro-Diät, vegan ernährt. In der veganen Ernährung spielen Kohlehydrate eine nicht ganz unwichtige Rolle, das bekam ich jetzt deutlich zu spüren.

Aber nach ca. 4 Tagen war der Spuk vorbei.

Die ersten Tage ernährte ich mich nur von Apfelmus, gedünsteten Karotten und Eiern. Auf Fisch und Fleisch wollte ich verzichten. Langsam tastete ich mich Woche für Woche durch den Phasenplan.

Lebensmittel die ich schon vorher nicht vertragen habe, lasse ich bis heute weg.

Ich habe die für mich verträglichen Lebensmittel gefunden und kreiere mir so täglich Gerichte. Überwiegend esse ich Gemüsesuppen und Gemüsepürees, beides bekommt mir noch am besten. Auf Fleisch und Fisch verzichte aus moralischen Gründen weiterhin. Außerdem stehen ein Nussmüsli, Eier und Himbeeren auf meinem täglichen Speiseplan. Experimente wage ich zur Zeit nicht.

Ich glaube es war die 3. Woche, als mir mein Arzt bei einer routinemäßigen Untersuchung mitteilte, dass meine Blutwerte so gut seien wie schon lange nicht mehr. 

Er meinte noch, ich würde irgendwie anders aussehen, irgendwie besser als sonst.  Auch ohne diese Ergebnisse war mir klar, dass ich am Ball bleiben wollte, dafür ging es mir schon zu gut.

Eine Freundin fragte mich neulich ob ich im Ernst glauben würde, die SCD auf Dauer durchhalten zu können und auf meine heißgeliebte Pasta verzichten würde. Sicher, ab und zu habe ich mal Lust auf Nudeln, Brot und Zucker in Form von Süßigkeiten oder Eis.  Aber eben nur Lust und ich weiß genau warum ich es nicht esse!

Mit Sicherheit ist aber nicht nur die Ernährungsumstellung für mein gutes Wohlbefinden ausschlaggebend.

Ich habe mein Yoga Programm wiederaufgenommen, jeden Morgen meditiert und sogar wieder angefangen zu Laufen. Ich wollte alles perfekt machen… da war es wieder, alles perfekt machen wollen bzw. müssen.

Nach ein paar Lauf-, und Yoga Einheiten streikte mein Körper. Kopf- und Rückenschmerzen machten sich breit. Schnell stellte sich heraus, dass ich wie schon länger vermutet ein Problem mit dem Atmen habe! Kurz gesagt, ich atme einfach zu flach.
Egal woran es lag, das hieß für mich wieder einen Gang zurückzuschalten.

Statt meinem Hatha-Yoga-Programm übe ich mich jetzt mich 2x wöchentlich im Ying-Yoga, diese Variante ist viel ruhiger bzw. meditativer. Meine Laufeinheit habe ich durch längere Spaziergänge mit unserem Hund ersetzt. Gerne gehe ich allein, auf Wegen die nicht so belebt sind, um dort meinen Gedanken nachzuhängen oder auch mal an nichts denken bzw. sprechen zu
müssen.

Meine Meditationseinheit praktiziere ich noch täglich, auch achte ich zwischendurch immer wieder auf meinen Atem und besinne mich so kurz.

Ohne diese Auszeiten geht es mir direkt schlechter, ich bin furchtbar unausgeglichen und schnell zeigen mir mein Bauch und auch mein Kopf meine Grenzen auf. Im November gehe ich für 3 Tage ins Kloster um dort zu schweigen, mal sehen was das mit mir macht.

Wenn ich so zurückblicke hat sich auch mein Freundeskreis in den letzten Wochen verändert. Ich gucke viel deutlicher hin! Wer tut mir gut, wer unterstützt mich, bei wem kann ich mal ordentlich jammern ohne direkt den Spruch zu hören: „Iss mal wieder was, dann geht es dir auch besser!“. Ich schaue genauer hin mit wem ich meine kostbare freie Zeit verbringe.

Aber ehrlich gesagt gibt es nicht viel Grund zum Jammern. Es geht mir eigentlich prima. Ich habe nur noch selten Bauchschmerzen, schlafe viel besser und habe insgesamt einfach mehr Energie.

Für mich ist das der richtige Weg.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Veränderungen meiner Essgewohnheiten und die richtige Einstellung zu den absolut notwendigen Auszeiten, mir auf Dauer längere beschwerdefreie Zeiten bringen.

An alle die noch mit sich hadern ob sie mit der SCD beginnen sollen oder nicht: Was habt ihr zu verlieren? Euch geht es schon schlecht! Versucht es, es ist der 1. Schritt in eine bessere Zukunft und das ohne unliebsame Nebenwirkungen.

Hast du auch einen SCD Erfolg zu berichten und willst andere ermutigen und motivieren es selbst auszuprobieren? Dann schreibe mir eine E-Mail! Ich freue mich von dir zu hören!

[email protected]

Lukas ist dein Versuchskaninchen für ein geileres Leben mit Morbus Crohn. Nach 8 Jahren mit der Krankheit, entschied er sein Leben selbst in die Hand zu nehmen! Seitdem überrascht er seinen Arzt immer wieder mit den besten Blutwerten. Auf Crohn Revolution zeigt er anderen, dass sie das auch können. Seit seiner Diagnose hat er 30 Länder bereist. Sein Motto lautet: “Schluss mit dem Mimimi!”

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